10 Gründe, nach Dubai zu reisen

1. Es ist warm Sehr warm. Angenehm warm. Sind es hierzulande mehr als 25°C, verkrieche ich mich in meiner kühlen Altbauwohnung, dort ist die Hitze toll. Die Luft ist durch die Lage am Golf sehr feucht. Die Haut dankt es einem, sie ist nach 2 Tagen weich wie ein Kinderpopo. Und wo kann man schon nachts im Pool schwimmen, ohne auch nur im Ansatz zu frieren?

2. Freundliche Menschen Wir haben in einer Woche Dubai nicht einen einzigen unfreundlichen Menschen getroffen. Ausnahmslos alle Menschen sind unglaublich nett und zuvorkommend, ohne dabei aufdringlich zu sein. Man klappt fragend seinen Stadtplan auf und wird gefragt, ob man Hilfe braucht. Das ist mir in Deutschland in meinem ganzen Leben noch nicht passiert.

3. Architektur Superlative hin oder her: Die Architektur ist einfach beeindruckend. Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, wie scheiße hoch, dieser Burj Khalifa ist, obwohl ich höchstpersönlich mit meinen eigenen kurzen Beinen drauf gestanden habe. 828 Meter ist einfach nicht vorstellbar. Aus 95 Kilometer Entfernung kann man diesen Turm sehen.

4. Arabische Kultur Während unseres Aufenthaltes in Dubai hat ein US Spinner einen Film veröffentlicht, der einige Islamistenspinner dazu veranlasst hat, Botschaften anzuzünden. Aber ich kann euch sagen: Arabische Kultur und muslimisches Leben ist anders! Die Menschen gehen respektvoll miteinander um (ja, auch mit Frauen!), und tolerieren auch idiotische Touristinnen, die trotz aller Hinweise halbnackt (und wenn ich sage halbnackt, dann meine ich halbnackt!) durch die Stadt laufen. Ja, die Menschen sind sehr gläubig. Fünfmal täglich läuten die Moscheen zum Gebet, es gibt in jeder Mall „Prayer Rooms“, Alkohol ist bis auf ganz wenige Ausnahmen streng verboten (auch das Parfum ist alkoholfrei) und ihr werdet in dem ganzen Land kein Gramm Schweinefleisch finden. That’s it. Nicht mehr und nicht weniger.

5. Die Wüste Weniger als 50 Kilometer trennt die Stadt von der riesigen arabischen Wüste. Eine richtige Wüste. Mit Sanddünen aus so feinem Sand, dass man ihn kaum abgewaschen bekommt. Hier ist die Luft deutlich trockener und es ist fast unheimlich ruhig und dumpf. Die Einheimischen mögen die Wüste nicht (klar, ich würde mich auch irgendwann nach Wald und Wiese sehnen), aber es ist ein wirklich beeindruckendes Erlebnis.

6. Der Arabische Golf Er ist sehr warm und sehr salzig. Das Wasser ist wahnsinnig klar. Schwimmen ist fast anstrengend und tauchen fast unmöglich, weil man aufgrund des Salzgehaltes hochploppt wie ein Korken. Das Wasser ist toll und die Strände sind durch das Salz wirklich richtig weiß.

7. Die Altstadt Ja, es gibt eine Altstadt. Ich habe auch geschmunzelt, als ich darüber las, aber es gibt sie wirklich. Und sie ist toll. Das älteste Gebäude ist aus dem 18. Jahrhundert und beherbergt das kleine, niedliche Dubai Museum. Verglichen mit Europa hat dieses Land einige Jahrhunderte in der Entwicklung ausgelassen, bzw sie im Zeitraffer innerhalb 50 Jahren durchlebt. Die alten Windtürme und der Creek im Zentrum sind aber absolut sehenswert.

8. Die Märkte In der Altstadt von Dubai gibt es die traditionellen Märkte, die auch von vielen Einheimischen besucht werden. Gold, Gewürze und Textilien werden hier verkauft. Aber natürlich nicht einfach so: Reingehen, Preis erfragen, kaufen. Nein! Man wird zunächst angequatscht, geht dann mit in den Laden, bekommt 20 Minuten die Vorteile des Produktes erklärt, erfährt dann irgendwann einen vollkommen größenwahnsinnigen Preis, feilscht danach hin und her und einigt sich auf etwa 50% des Anfangspreises. Ja, es ist genauso wie Monty Python schon beschrieben hat („Zehn Schekel??? Für DIESE tolle Flasche???).

9. Der Geruch Es duftet. Überall. Nach Weihrauch, Sandelholz, Moschus und anderen feinen Gewürzen. Es riecht nie nach Schweiß, Abgasen oder Abwasser. Ich weiß nicht, wie sie das machen, aber die ganze Stadt riecht gut. Auch Metrostationen und öffentliche Toiletten.

10. Die kleinen Dinge Einige Erlebnisse und Kleinigkeiten werde ich wohl nie vergessen, so zum Beispiel die klimatisierten Bushaltestellen; die winzige Teebude etwas außerhalb, die für 1 Dirham (25 Cent) den wohl leckersten Tee ans Auto bringt; die mobilen Klimaanlagen (analog zu unseren Heizpilzen), die man sich bestellen kann; die Hitze, die einem beim Öffnen der Balkontür erst einmal kurz den Atem nimmt; das Gefühl im 8. Stock abends im Dunkeln schwimmend auf die Stadt zu schauen und das allgegenwärtige Gefühl, herzlich willkommen zu sein.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s